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elektrolog / Pop-Initiative Stuttgart e.V.

 Presse

 

elektrolog

Die PopIni präsentiert regelmäßig:


elektrolog = musik = elektronisch vs. analog
elektrolog ist eine Veranstaltungsreihe für elektronische und analoge Musik]
[interessante Musik an ungewöhnlichen Orten
am
Freitag, 22. April 2005 findet im "Schapp - der Effektenraum", Schlossstraße 55
elektrolog VII
statt.
Beginn ist um
21 :00 Uhr.
Als Acts präsentieren wir:
Miss Black America (Stuttgart) - live
ARNO (Stuttgart) - live
Hexenhouse (Stuttgart) - mc + cdj

Infos zu den Acts:
Miss Black America
Die beiden Stuttgarter Putte und Tobi sind „Miss Black America“, sitzen an zwei Gitarren und singen und spielen
ihre Lieder. Das erinnert an das klassische Singer/Songwriter-Konzept der 60er und 70er Jahre, wenngleich um
einiges nonchalanter und ironischer... Es geht um den Klang von Hühnern und Papageien, um den rettenden
Schlaf nach einem schlechten Tag, um Gänsehäute, Komplimente und manch andere Dinge der inneren
Angelegenheiten.
ARNO (Frau: Anja Füsti, Mann: Mark Lorenz Kysela, Mann: Oliver Prechtl)
Alles ist käuflich. So wie die Instrumente der einzelnen Bandmitglieder, welche sehr schön aussehen. Auch die
Bedienung derselben ist möglich, wenn man ein wenig geübt und die Betriebsanleitung verstanden hat. Arno
benützt zum musizieren sowohl Holz, siehe das Saxofonblatt und die Schlagzeugstöcke, als auch Plastik, nehmen
wir die Alleinunterhalterorgeltasten, und sogar Silicium, aus dem der Rechner besteht. Seit die Band zu proben
angefangen hat, wuchs die Stromrechnung ins unermessliche, siehe Anlage.
Jetzt fragen sich sicher alle Leute: "Wie klingt denn das?" Am einfachsten haben es die Brillenträger. Ein Fleck auf
dem Glas stört sie schon den ganzen Tag beim schauen. Man kommt aber nicht dazu, die Sehhilfe zu reinigen, da
man so viel zu tun hat. Tagsüber ist das vielleicht noch sehr lustig, weil alles irgendwie so komisch aussieht. Aber
nachts kann es sehr gefährlich sein, auf der Autobahn mit 200 Stundenkilometern zu fahren. Bitte nicht
ausprobieren!
Wer keine Brille trägt, kann auch versuchen, ein beschmuddeltes Weinglas vor die Augen zu halten. Da bricht sich
das Licht, und versprüht tausend bunte Funken! Mit diesem Weinglas vor der Nase schaue man sich seine
Lieblingsfernsehunterhaltungssendung an.
Genau so klingt Arno.
Es darf auch eine Frau mitspielen und sogar trommeln. Die Männer machen alles andere. Kisten schleppen zum
Beispiel. Aber dafür sind sie ja auch da.
Hexenhouse
surrealer Hip-Hop für MC und CDJ
MC: Oliver Prechtl
CDJ: Mark Lorenz Kysela
Das (oder der?) "Hexenhouse" ist eine freie Bearbeitung der Hexen-Arie aus Engelbert Humperdincks "Hänsel und
Gretel". Der Rapper zerstückelt den Text in einzelne Laute und wirft diese mit gebrochenem Flow ins Publikum,
während der DJ mit Sprachsamplen einen verspielten Background liefert. Und irgendwann zerbröselt alles zu Staub
und die beiden finden sich als Hänsel und Gretel mit der Hexe höchstpersönlich konfrontiert. Wie das wohl
ausgeht?

Wenn Du Interesse hast im Rahmen unserer Reihe aufzutreten, setze Dich mit uns in Verbindung:

info@popini.net

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Ein Rückblick der bisherigen Konzerte

elektrolog I
war am: 28. Mai 2004

künstler:
misskenichi / autoform
review:

Elektrolog, die erste.

Dem Popini-Vorstand schlägt das Herz kollektiv bis zum Hals.
Wer wird sich zu unserer noch unbekannten Reihe in die Kunstgalerie Schapp – der Effektenraum verirren?
Werden sich Elektroniker und Analog-Nerds auf engstem Raum überhaupt vertragen?
Und sowieso: Kommt denn überhaupt wer?
Dann aufatmen: Ja, sie kommen. Der Effektenraum füllt sich langsam, man trinkt ein Gläschen oder drei,
diskutiert versiert über die Ausstellung und los geht’s.
Laptop und Lederhosen, so wünscht sich Edmund Stoiber sein Bayern – unser Exil-Bayer Karl Kimmerl jedoch
lässt die Lederhosen im Schrank und schraubt und dreht und klickt konzentriert auf Laptop und Plattentellern.
Doch bevor die digitale Kühle einsetzt, erwärmt Miss Kenichi mit Gitarre und Gesang die einsamen Herzen Stuttgarts,
singt Songs über Heimweh, Fernweh und übers Davonlaufen. Davon indes läuft keiner, vielmehr lauscht das Publikum andächtig
und auch Schapp-Scheff Mario ist ergriffen. Der erste Abend, ein guter Abend, noch bessere werden folgen.

elektrolog II
war am: 09. Juli 2004

künstler:
preslisa / Ensemble U.N.T.E.R.T.O.N / Pre.Sonen

review:
Elektrolog, die zweite.

Popini-Vorstand Jörk hat beschlossen, Stuttgart eine rechte Dröhnung zu verpassen
und lädt die obskure Konstellation Preslisa, Pre.Sonen und das Ensemble Unterton in den Schapp ein.
Schmachtend-kitschige Elvis-Covers, verfremdete Klangkollagen, minimalistische Improvisationsmusik
– kann das gut gehen?
Es kann. Und es geht so gut, dass zu guter letzt Besucher am Eingang abgewiesen werden müssen,
denn der Sauerstoff im Souterrain der Galerie wird langsam knapp. Dort ereignen sich derweil merkwürdige Dinge.
Preslisa aus Berlin begleitet ihre zuckrigen, oft in Vergessenheit geratenen Elvis-Gassenhauer – sämtlich aus
Elvis-Filmen entstammend – auf ihrer Ukelele und begeistert die Kritikerin der „Stuttgarter Nachrichten“.
Niels Roskamp sitzt unauffällig in einer Ecke und beschallt die Trommelfelle der Hörerschaft mit Klangsamples,
bevorzugt von Industrieanlagen, die er auf dem Laptop zu einer subtilen Industrie-Sinfonie arrangiert.
Das Ensemble Unterton schließlich pfeift auf gängige Songschemata und webt einen minimalistischen Klangteppich
voll subtiler Variationen und puckernden, zirpenden, zischelnden Soundscapes. Bis in den frühen Morgen
plauscht man im Effektenraum. Gesprächsstoff gibt es genug.

elektrolog III
war am: 23. September 2004

künstler:
Streicher mit Roman Wreden / XXL TRAXX / pornophonique
review:
Elektrolog, die dritte.

Erneut trifft sich eine obskure Schar Kapellmeister im Effektenraum, der gerade
als Swimmingpool umgestaltet worden ist – Vorbote einer feucht-fröhlichen Nacht? In der Tat, das soll sie werden.
Doch zunächst geht es vor erneut zahlreich erschienenem Publikum melancholisch, ja, romantisch zur Sache.
Roman Wreden, Sänger von Lost in Venice, tritt mit einem Streichquartett an, singt von „1000 Miles“,
die er noch zu gehen habe, und davon, wie es ist, im Leben zu stolpern und zu fallen. In die letzten
Geigentöne morpht sich nonchalant Siegfried Walther aka XXLtraXX, der bescheiden mit seinem Laptop in
einer Ecke Platz genommen hat und freimütig bekennt, dass er seine Musik eher als Untermalung für gepflegte
Konversation sieht. Die wird, wie immer Schapp, natürlich ausführlich betrieben. Als die ersten Akkorde von
Pornophonique (Darmstadt) in Stadion-Lautstärke die Wände erschüttern, verstummt das Gespräch schnell und
die Tanzwadeln zucken.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass nach dem Auftritt von Kai (Lagerfeuerklampfe und Gesang) und Felix (GAME-
BOY!) Schapp-Scheff Mario enthusiasmiert ein hautenges Pornophonique-Leibchen ersteht
und damit ins M1 entschwindet... Wie auch immer: Hier trifft die Gitarre auf das Rhythmusmodul des Gameboy,
Felix hockt gemütlich auf einem Würfel und drückt die Tasten, Kai schrabbt genussvoll die Saiten und singt
vom „Sad, sad robot“, der „all alone“ ist. Großes Kino, große Musik, Elektrolog hat sich endgültig etabliert
in Stuttgart.


elektrolog IV
war am: 05. November 2004

künstler:
ZBIK/KOCH/MINK
review:
Elektrolog, die vierte.

Nach dem Band-Overkill der letzten Veranstaltungen lassen wir's diesmal ruhiger angehen.
Statt mehrerer Acts, die die Brücke zwischen elektronischer und analoger Musik schlagen, tut dies heuer
einzig und allein das Trio Zbik / Koch / Mink. Wieder ist der Schapp ordentlich gefüllt und das Publikum lauscht
dem Nu-Jazz der Stuttgarter Schule. Jörg Koch am Laptop dubt, Mink bläst die Flöte und bedient
ein altertümliches Keyboard, Zbik hat am Schlagzeug Platz genommen und groovt sich mit geschlossenen
Augen irgendwo zwischen Djungle und Jazz ein. Knirschende, mächtige Bässe treffen auf zischelnde Becken,
getragene Keyboardsounds und quicklebendige Flöten – Analoges und Elektronisches vereinigen sich,
das Publikum lässt's sich wohl gefallen und später geht's gemeinsam zum Absacker in den Rocker 33. 

[Bewegung im Bereich zwischen experimenteller Klangforschung und intelligenter Tanzmusik bewegt.]

Andreas Zbik (Schlagzeug, Piano) ist die zentrale Figur
und Mastermind des Stuttgarter Schmollmundkollektivs
und spielt u.a. bei Schnute, den Kronzeugen und Hannes Orange.

Jörg Koch (Computer, Bass) ist der Gründer von Onitor.
Als Solomusiker tourt er unter dem Pseudonym „Solovyev“.

Alexander Mink (Flöte, Synth) ist ein Grenzgänger
im experimentellen Jazz zwischen Frankreich und Stuttgart.
Beim Freien Radio für Stuttgart moderiert er die Sendung „Satokii-Jazz Funkt“.


elektrolog V (elektrolog special - "Lesung und Lärm")
war am: 16. Dezember 2004

künstler:
Malmzeit (Teetisch-Metal) / Daniel Arntz (Trash-Poesie)

review:
Elektrolog, die Sonderausgabe. Statt elektronischer Musik und analoger Klangkunst trifft diesmal der
Trash-Künstler und Gründer des „Deutschen Vereins für Kleinkunst“ (DvfKK) Daniel Arntz auf den
Heavy-Metal-Lieferservice des Metal-Duos Malmzeit. Ein Abend, der dem Publikum so einiges abverlangen
wird. Denn was Arntz und Malmzeit da servieren, das ist keine leichte Kost. Den Auftakt macht Arntz, der
skurrile subversive Strohgäuer, gewandet mit Touristenhütchen, Nickelbrille und solidem Lederschuhwerk.
Da steht er und präsentiert herrlich wirre Werke aus seinem Fundus, etwa den großartigen Minimal-Comic
„Der Messiasbaum“, in welchem statt Figuren hauptsächlich Sprechblasen auftreten. Oder aber das filmische
Frühwerk „Der Pillenjunkie“, eine Lo-Fi-Maxi-Trash-Zelluloid-Vergewaltigung, das zu großen Teilen im
Hemminger Hinterhofgärtchen von Arntz' Elternhaus entstanden ist. Darin sucht der Pillenjunkie einen Job,
wird vom Chef der Hemminger Volksbank verprügelt und sucht Hilfe bei seinem Freund Boris Becker, der
wiederum auf die Hilfe seines ostdeutschen Zwillingsbruders Ralf angewiesen ist. Das Publikum schwankt
zwischen Amüsement und Verzweiflung, der eine stöhnt „ich ertrag's nicht länger“, der andere lacht Tränen.
Zur Finissage dieser eintägigen Instant-Vernissage lassen Malmzeit die Membranen scheppern, wie gehabt
spielt das selbsternannte „einzigartige“ Metal-Duo im sitzen, singt ausschließlich übers Wetter und redet
zwischen den Songs mehr als nötig. Einige Hardcore-Fans headbangen in der ersten Reihe, einer tanzt Pogo
mit sich selbst, andere wiederum verlassen entsetzt den Raum. Schön, dass es doch noch ab und an gelingt,
zu polarisieren und zu verstören.
... kommt noch.

elektrolog VI (elektrolog @ filmwinter )
war am: 1 4 . Januar 200 5

künstler:
Navel (Stuttgart - live) / Databoy 78 (Freiburg - live) / Antje Gera (Stuttgart - dj)

review:
Elektrolog, die sechste....
... kommt noch.

miss kenichi

autoform

preslisa

u.n.t.e.r.t.o.n.

pre.sonen

streicher mit roman wreden

XXL TRAXX

pornophonique

 

Mehr Informationen zur PopIni, Projekten und Links gibt's demnächst!

 

last update: 17.09.2005